24. Marburger Nachtmarathon - Run hard, drink harder

von Kai Heuzeroth

Zum 4. mal ging es zum Staffel-Marathon nach Marburg. In Abwesenheit unseres schnellsten Läufers (Matthias) mussten diesmal Kai-Oli-Michael-Sascha das Ding rocken.

Nachdem wir im letzten Jahr die Marathondistanz in 3:23,15 bezwungen hatten, wollten wir diesmal unter 3:20 Stunden bleiben. Um dies zu erreichen müsste jedoch jeder von uns einen Top Tag erwischen. Grob Oli und Kai einen 4:25er Schnitt und Michael und Sascha einen 5:00er Schnitt.

Wir freuten uns sehr, dass Paul nach immer noch anhaltender Krankeitsodyssee, immerhin als Motivator unterstützend mit uns den Weg nach Marburg antreten konnte.

Pünktlich um 19 Uhr ging Kai als Startläufer auf die Strecke. Auf den engen Gassen hatte er Problem in den Rhythmus zu kommen, da sich mal wieder einige langsamere Läufer/innen in der Startaufstellung vorne aufstellen mussten. Nach 11,2 km übergab Kai nach 48:17 Minuten (4:18er Pace) das Startnummernband (Staffelstab) an Oli. Dieser wuchs über sich hinaus und wechselte nach 9,8 km in 41:17 Minuten (4:12er Pace) bereits auf Michael. Somit hatten Kai und Oli für Michael und Sascha schon ein kleines Zeitpolster in der Zielzeitberechnung herausgelaufen. Nach weiteren 54:34 Minuten (5:11er Pace) und 10,54 km schickte der vollkommen erschöpfte Michael unseren Schlussläufer Sascha auf die abschließende Strecke. Sascha selbst wusste nicht, welche Zeit er im Stande war zu laufen. Insgeheim verabschiedeten wir uns schon von dem Gedanken unter 3:20 Stunden zu bleiben und machten uns auf ins Stadion, um den Zieleinlauf von Sascha beizuwohnen und schon das ein oder andere Bier zu trinken. So kam es dann auch, dass wir den Zieleinlauf von Sascha überhaupt nicht richtig mitbekamen, dass dieser bereits nach 54:23 Minuten (5:04er Pace) ins Ziel gelaufen war.

Dank seiner Wahnsinnsleistung blieben wir mit 3:18,44 noch klar unter unserer Wunschzeit. Dies bedeutete Rang 15 von 164 Staffeln.

Auf unserem geliebten Parkdeck wurde der Erfolg mit reichlich Bier und ungesundem Essen gefeiert. Das Schicksal und das Navi führten uns auf dem Rückweg durch diverse kleinere Ortschaften. Dies war wohl ein Wink mit dem Zaunpfahl und so landeten wir noch in Gladenbach auf der Kirmes. Wir wollten einfach mal einmal über den großen Kirmesplatz schlendern. Nach kurzer Zeit glaubten wir unseren Augen nicht zu trauen, denn da war tatsächlich ein Stand mit Tegernseer Hell (Tegi). Mit diesem köstlichen Getränk und Namensgeber unserer Laufgruppe füllten wir dann nach Mitternacht nochmals unsere Kohlenhydratspeicher auf. Damit nicht genug, denn wir mussten unsere „Dartkünste“ noch der Luftballonbude beweisen.

Die restliche Heimfahrt wurde das Lied: Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist (die Kassierer) lautstark mitgesungen.

Gegen 2 Uhr morgens fielen wir alles glücklich und leicht angetrunken in unsere Betten.

Ein großer Dank gilt der Orga des Marburger Nachtlaufes, welche wieder eine perfekte Veranstaltung auf die Beine gestellten hatten. Wir kommen nächstes Jahr ganz sicher wieder!

 

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