Des Nachts in Marburg

von Matthias Stahl

Einen festen Platz im Kalender der Basaltköppe hat inzwischen der Marbuger Nachtmarathon. Durch seine besondere Atmosphäre an einem lauen Sommerabend und das Format mit Marathonstaffel ist der Lauf bei den Westerwäldern sehr beliebt. Und so war nach zwei Jahren coronabedingter Pause die Freude groß, als es am 1. Juli in die Stadt an der Lahn ging.

Um 19 Uhr fiel der Startschuss für die mehr als 1.000 Läufer auf dem Marktplatz. Sascha startete als erster für die Basaltköppe-Staffel, Olli lief als Einzelstarter einen Halbmarathon auf der größtenteils flachen Strecke. Bei für Marburg ungewohnt niedrigen Temperaturen um 20°C und Sonnenschein boten sich perfekte Laufbedingungen. Und so war Sascha schneller als gedacht nach über 11 km in der Wechselzone angekommen, wo er das Startnummernband – quasi den Staffelstab – an Michael übergab. Auch der lief stark und war entsprechend früh von seiner knapp 10 km langen Runde zurück und übergab an Kai, der aufgrund einer Verletzung erst wenige Minuten zuvor entschieden hatte, tatsächlich zu laufen. Mit Erfolg, wie sich zeigte, denn auch er war zügig unterwegs und konnte in der Dämmerung mit Matthias den letzten Wechsel vollziehen.

Olli hatte in der Zwischenzeit seinen HM in guten 1:35:13 h absolviert – mehr als ein ordentlicher Trainingslauf, der es sein sollte. Matthias lief vor der herannahenden Dunkelheit davon und nach 10,5 km ins Stadion ein, wo sich die Ziellinie befand. Nach 3:23:15 h und mit einem guten 21. Rang unter 119 Staffeln beendeten die vier Basaltköppe ihr Rennen.

Fast schon traditionell wurde der Abend auf einem nahe gelegenen Parkdeck mit ein paar Biers und Knabbereien fortgesetzt, bevor es nachts auf die Heimreise ging. Zuvor wurde jedoch noch der Entschluss gefasst, im kommenden Jahr endlich mit zwei Staffeln an den Start zu gehen und die 3h-Marke zu attackieren.

Zurück