Laufen so weit es geht

von Matthias Stahl

…bis man vom Catcher Car überholt wird.

Matthias startete am 05.05.19 zum ersten Mal beim Wings for Life World Run und schaffte 34 km, bevor das Rennen für ihn vorbei war.

Der Wings for Life World Run unterschiedet sich von anderen Rennformaten, da es keine feste Ziellinie gibt. Jeder Teilnehmer läuft so schnell er will oder kann und zwar genau so lange, bis er vom Catcher Car überholt wird, das eine halbe Stunde nach dem Rennstart losfährt und das Tempo mit der Zeit steigert. Das Rennen wird weltweit in mehreren Metropolen zeitgleich gestartet. Die Einnahmen kommen der Wings for Life Stiftung für die Rückenmarksforschung zugute – das Motto lautet „Laufen für die, die es nicht können“.

Matthias startete in München und hatte sich vorgenommen, 30 km zu schaffen. Bei kühlen 6°C und etwas Nieselregen zum Start ging es zunächst 7 km auf engen Wegen durch den Olympiapark – bei 12.000 gemeldeten Teilnehmern in München nicht ideal, wenn man zu weit hinten im Startblock steht. Doch nach ein paar Kilometern war das Überholen leichter und die Rennpace mit ca. 4:40 min/km gefunden. Hinaus ins Münchner Umland ging es über Straßen und Feldwege dahin bis zur angepeilten 30km-Marke. Ein Blick zurück: noch kein Catcher Car in Sicht. Also weiter, aber etwas langsamer als zuvor…

Bei Kilometer 33 mal ein paar Schritte am Versorgungsstand gehen, aber schon motivierten die anderen Läufer, jetzt noch einmal Gas zu geben, da das Catcher Car nahte. Nach 34,3 km überholte dieses Matthias schließlich – was schon eher einer Erlösung gleichkam. Mit dem Shuttlebus wurden die Teilnehmer von der Strecke zurück gebracht ins Olympiastadion. Als Belohnung durfte jeder Läufer dann noch die gefühlten 500 Stufen von der Tartanbahn hinauf zum Zielbereich steigen.

Matthias‘ Fazit: Eine interessante Rennerfahrung, das eigene Ziel sogar übertroffen und immerhin etwas mehr als die Hälfte des weltweiten Siegers (64,3 km) geschafft. 😉

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