Laufen und saufen - Biermarathon Hachenburg 2019

von Sebastian Klöckner

Laufen und saufen!? - Das könnte man unter dem Titel „Biermarathon“ vermuten. Und das täuscht auch nicht, stehen neben den üblichen Erfrischungen an den  gut bestückten Versorgungspunkten auch verschiedenste Gerstensafterzeugnisse zur Verfügung.

Am Samstag den 03.08.2019 startete in Hachenburg die zweite Auflage dieses Events. In diesem Jahr wartete neben den bewährten Distanzen von 10,5 und 21 Kilometern auch die Marathondistanz auf willige Absolventen.

Oli und ich nahmen beim „21 km Spaß“  für die „Basaltköppe“ am Wettkampf teil. Hatte Oli schon bei der Premiere im Jahr 2018 die Halbmarathondistanz in Angriff genommen ging ich als der Rookie an den Start.

Nachdem im Juli eine kleine OP mit anschließender etwa zweiwöchiger Trainingspause zu verkraften war, sollte der Halbmarathon hier zur Feststellung der Konstitution dienen.

So standen wir zwei um 10 Uhr in bei bestem Laufwetter mit insgesamt 93 (!) Halbmarathonteilnehmern in Hachenburg im Startbereich.

3, 2, 1 …. LOS!

Nach dem Start ging es direkt mit einem brachialen Tempo der zunächst abfallenden Strecke entlang. Ich konnte mich zusammen mit einem anderen Läufer an Position 3 halten , wobei ich aber direkt merkte was das heute für eine harte Nuss werden wird.

Es folgte der Wechsel von Asphalt auf Waldweg und die ersten Wellen im Streckenprofil. Am Parkplatz des Kloster Marienstatt vorbei folgte der Weg, nunmehr permanent aufsteigend zum Wendepunkt 1.

Dort also 180° Kehrtwende und das eben erklommene Stück wieder abwärts und den nachfolgendem Läufern vorbei. Oli und ich motivierten uns gegenseitig mit energischen Zurufen! Toll einfach wie einen sowas antreibt!

Wieder am Parkplatz der Abtei angekommen konnte ich mich auf den zweiten Platz vorarbeiten, diesen aber nur für kurze Zeit halten bis ich wieder eingemacht wurde . Es ging nun über das eigentliche Klostergelände und immer weiter an der Nister entlang zur 2. Wendemarke. Beim erneuten Treffen der nachfolgenden Athleten sah ich das Oli sich an der Spitze der folgende Gruppe festgesetzt hatte.

Nun hieß es die dritte und letzte Wendemarke anzusteuern. An dieser angekommen, merkte man wie sich das Feld doch langsam in die Länge gezogen hatte. Bei der „Standard-Push-Begegnung“ mit Oli teilte dieser mir zwischen ein paar Atemzügen mit, das er sich an einer Abbiegung verlaufen und somit Extrameter gesammelt hatte. Das hatte natürlich verborgene Energien geweckt und trieb Oli noch härter nach Vorne. Wahnsinn der Kerl!!!

Jetzt stand der finale Anstieg zum Start- / Zielbereich an. Jenes „Hügelchen“ wo ich mich beim fröhlichen Herablaufen zu Beginn schon in Gedanken kummervoll verenden sah. Und so kam es auch….

Mein Rücken meldete sich wieder und die Beine , die die letzten Wochen wirklich gebummelt hatten, protestierten ebenfalls lautstark.

Aber es half nichts und unter einigem Gefluche und Selbstbeschimpfung kletterte ich die letzten 1,5 Kilometer zurück nach Hachenburg und lief, wenn auch nicht elegant, als dritter über die Ziellinie.

Oli mobilisierte ebenfalls noch einmal alle Kräfte und erzielte den 6. Platz in der Gesamtwertung.

Fazit :

Ein solider harter Wettkampftag mit über 300 Höhenmeter bei dem klar wurde das die momentane Form einfach noch nicht wieder 100% und zufriedenstellend ist. Dennoch happy das wir mit Platz 3 und 6 bei diesem großen Feld unsere „Basaltköppe“ würdig vertreten haben.

Ein ganz dickes Lob an dieser Stelle an die phantastische Arbeit von Sabine Schneider und Reinhold Krämer für die Ausrichtung dieses tollen Events! Wirklich toll was da auf die Beine gestellt wurde und die nächsten Jahre bestimmt noch für viel Unterhaltung sorgen wird.

Die nächste Möglichkeit für alle die sich ebenfalls davon überzeugen möchten bietet der „2. Glühweinlauf“ am 30.11.2019.

Ergebnisliste

Name

Platzierung

Netto-Zeit

Sebi

3

01:33:17

Oli

6

01:42:51

Zurück