Marburger Nachtmarathon 2026

von Matthias Stahl

Das erste Juli-Wochenende steht traditionell im Zeichen des Marburger Nachtmarathons. Und Traditionen werden von den Basaltköppen gepflegt. Erst recht, wenn sie in der Vergangenheit oft mit Erfolgen verbunden waren. Und so stand es außer Frage, dass wir auch in diesem Jahr wieder mit zwei Staffeln an den Start gehen würden.

Bei wie schon so oft sehr gutem Wetter reisten wir am späten Freitagnachmittag mit unserem Mannschaftsbus in die Studentenstadt an der Lahn. Unterwegs erst wurde die diesjährige Reihenfolge der Läufer in Staffel 1 festgelegt, wobei die aktuelle Fitness sowie die Stärke des Bierdurstes („Ich laufe an 2, damit ich danach schneller zum Bierstand komme!“) ausschlaggebende Faktoren waren. Zielzeiten wurden diesmal ausdrücklich nicht offensiv formuliert.

Wie immer startete der Marathon pünktlich um 19 Uhr am Marktplatz in der Altstadt Marburgs, diesmal bei strahlendem Sonnenschein und warmen, aber erträglichen Temperaturen. Für die Basaltköppe-Staffel 1 lief Matthias den ersten Streckenabschnitt, Staffel 2 startete mit Michael. Trotz der anfangs engen Gassen und Tausenden Läufern auf der Strecke kachelten die beiden los und übergaben in der Wechselzone in guten Zwischenzeiten an Kai (BK 1) bzw. Sascha (BK 2).

Diese verließen die Stadt in Richtung Süden auf den ca. 10 km langen Streckenabschnitt, der in ähnlicher Form nun dreimal zu absolvieren sein würde. Kai musste sich nach eigenen Angaben ganz schön quälen und Sascha wurde von einem Streckenposten auf einen mehrere Hundert Meter langen Umweg geschickt. Dennoch lief alles fast planmäßig zur Übergabe an die dritten Läufer: Olli Hain (BK 1) und Olli Neeb (BK 2).

Auch dieser Wechsel funktionierte problemlos und alles schien okay. Doch gute fünf Minuten später rief Olli Hain auf Matthias‘ Handy an. Moment mal! Olli? Der läuft doch gerade?! Eben nicht. Eine Zerrung hatte ihn gut 1 km nach dem Loslaufen gestoppt – keine Chance aufs Fortsetzen. Also musste Sebi spontan früher ran als geplant. Er lief Olli entgegen, übernahm das Startnummernband und zog durch: Ein unverhoffter knapper Halbmarathon am Abend in Spitzentempo. Und dass, wo er morgens schon einen 15 km langen Lauf im Dienstsport absolviert hatte!

Weniger dramatisch lief der letzte Wechsel in unserer zweiten Staffel ab: Olli übergab für die letzten 10 km an Paul Schumacher, der ordentlich Gas gab, um knapp vor der dunklen Nacht ins Stadion und damit ins Ziel des Marathons zu laufen: Auf den letzten Metern wurde er von seinem Vater auf die Tartanbahn geleitet und lief nach 3:31 h über die Ziellinie – Rang 32 von 227 Staffeln! Ein Top-Ten-Platz (9. Rang) stand wenig zuvor für unsere erste Staffel nach 3:09 h zubuche. Glückliche Gesichter bei allen Beteiligten!

Der fast noch wichtigere Programmpunkt folgte wie immer nach dem Zieleinlauf: Die liebgewonnene Party auf dem Parkdeck mit mitgebrachten Kaltgetränken, Chips und Schokolade durfte nicht fehlen – die Basaltköppe wissen schließlich, wie man sich selber feiert…

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